Cinema_italiano VOM 29. SEPTEMBER 2013 BIS ENDE JANUAR 2014 IM KINO:
5 NEUE ITALIENISCHE FILME IN SCHWEIZER KINOPREMIERE UND MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN.

5 NUOVI FILM ITALIANI IN PRIMA VISIONE SVIZZERA:
DAL 29 SETTEMBRE 2013 FINO A GENNAIO 2014


PROGRAMMHEFT ALS PDF

Basilicata
Basilicata
Basilicata
BASILICATA COAST TO COAST
BASILICATA - VON KÜSTE ZU KÜSTE


Vier Freunde aus der Region Basilicata: Nicola, Franco, Salvatore und Rocco spielten früher zusammen in einer Schülerband. Inzwischen gehen sie, längst erwachsen, bürgerlichen Berufen nach. Doch die Lust, Musik zu machen, lässt sie nicht los. Mitten im heissen Sommer beschliessen die vier Freunde, unter dem schicken neuen Bandnamen „Die Windräder“ am regionalen Musikfestival von Scanzano Jonico teilzunehmen. Mehr noch: sie wollen ihren Zielort zu Fuss erreichen. Das bedeutet zehn Tage in der Sommerhitze über abgelegene Strassen und Dörfer einmal quer durch die ganze Basilicata - von Küste zu Küste. Treuer Begleiter ist ein weisses Pferd, das den Wagen mit den Instrumenten und Zelten zieht. Spontane Konzerte unterwegs dienen als Proben. Eine junge Journalistin schliesst sich der abenteuerlustigen Karawane an, was die Stimmung hebt.
Ein vergnügliches Roadmovie durch den tiefen Süden Italiens und mit viel Musik. Regisseur Rocco Papaleo, selber Musiker und Schauspieler, konnte für seinen Debütfilm Stars wie Alessandro Gassman und Giovanna Mezzogiorno gewinnen.

Dieser Film ist wie eine Canzone. Das Drehbuch habe ich in der Form einer Musikpartitur angelegt: manchmal spielen alle vier zusammen, manchmal spielt jeder sein Solo. Jeder Schauspieler folgt einem Schema und jeder findet seinen Ton. Was ich an meinen Figuren mag, ist, dass sie auf ihrer abenteuerlichen Reise so viele Fehler machen. In der heutigen Zeit würden sie als gescheiterte Existenzen gelten. Aber nichts da! Die vier ziehen ihren Plan bis zum Ende durch und erreichen ihr Ziel, wodurch sich auch ihr Leben verändert. Indem sie die Reise von einer Küste der Basilicata zur anderen zu Fuss zurücklegen, schenken sie uns die Möglichkeit, in uns hineinzuschauen. Zu Fuss gehen ermöglicht einem den Kontakt mit sich selbst; als würde man eine Lupe über die eigene Seele, die eigenen Gedanken halten. Zudem wollte ich einen Film über Süditalien drehen, von wo ich herkomme. Süditalien, so wie ich es als Jugendlicher gesehen habe, mit seiner grossen Fähigkeit, Träume wahr werden zu lassen, Dinge zu verändern. Die poetische Leichtigkeit Süditaliens.
Rocco Papaleo

„Basilicata Coast to Coast“ ist ein durch und durch sympathischer Film, umso mehr, wenn man selbst Lukaner ist oder die Region kennt. Aber da ist noch mehr: die leidenschaftlich ironische Liebe zu diesem Land, der pikareske und teilnahmsvolle Blick auf Natur und Landschaft - und vor allem eine bewusst andere Vision von Kino, abseits des Mainstreams, aber enorm vital. „Basilicata Coast to Coast“ kann ohne Weiteres auch als Reiseführer dienen: Findet heraus, dass es in der Basilicata nicht nur die Höhlensiedlungen von Matera gibt, in denen Pier Paolo Pasolini und Mel Gibson Christusfilme drehten, sondern noch viele andere unglaubliche Orte. Zum Beispiel das verlassene Dorf Craco, ein dramatisches Fleckchen Erde, wo die Modernität zum Erliegen kam, wie der Filmemacher sagt.
Alberto Crespi, L'Unità

Wie könnte man Rocco Papaleo nicht lieben? Wer ihn kennt, weiss, dass er lukanisch singt, spielt, lebt. Sein Regieerstling „Basilicata Coast to Coast“ ist eine Hommage an seine Heimat. Als uneigennütziger Regisseur (etwas wirklich Neues!) tritt Papaleo zugunsten seiner Schauspieler in den Hintergrund - von Alessandro Gassman (urkomisch) über den sprachlosen Kontrabassisten Max Gazzè (sein erster Film) und den ewig unterwürfigen Paolo Briguglia bis hin zu Giovanna Mezzogiorno als Journalistin. Eine sanft betörende Hymne auf die gute Küche von Mamma, auf die lukanische Landschaft und die Freundschaft.
Francesco Alò, Il Messaggero

Rocco Papaleo, 1958 in Lauria (Basilicata) geboren, beginnt seine Karriere in den Achtzigerjahren als Theaterschauspieler. Seit den Neunzigerjahren ist er auch in Film und Fernsehen tätig, u.a. in Filmen von Francesca Archibugi, Leonardo Pieraccioni, Michele Placido, Giovanni Veronesi und Paolo Virzì. Rocco Papaleo ist auch Musiker, 1997 erscheint sein Album „Che non si sappia in giro“. Für seinen Erstlingsfilm „Basilicata Coast to Coast“ erhält er den italienischen Filmpreis David di Donatello in der Kategorie beste Nachwuchsregie.

Regie: Rocco Papaleo
Drehbuch: Valter Lupo, Rocco Papaleo
Kamera: Fabio Olmi
Schnitt: Christian Lombardi
Ausstattung: Sonia Peng, Elio Maiello
Musik: Rita Marcotulli, Rocco Papaleo
Darsteller: Alessandro Gassman (Rocco), Rocco Papaleo (Nicola), Paolo Briguglia (Salvatore), Max Gazzè (Franco), Giovanna Mezzogiorno (Tropea), Claudia Potenza (Maria Teresa)
Produktion: Isabella Cocuzza und Arturo Paglia für Eagle Pictures
Italien 2010, 105 Minuten, deutsche Untertitel.

Un variopinto gruppo di musicisti con il nome alternativo "Le Pale Eoliche" si mette in viaggio per partecipare al Festival del teatro-canzone di Scanzano Jonico. Attraversando a piedi la Basilicata, dal Tirreno allo Ionio, e sperimentando imprevisti e incontri inaspettati, il viaggio si trasformerà per tutti loro in una vera e propria terapia di gruppo.

Questo film è come una canzone. Ho scritto la storia come se fosse un insieme di note musicali e, a quel punto, ho radunato i miei attori che erano come i musicisti perfetti. La sceneggiatura l’ho concepita un po’ come una partitura musicale, di jazz, dove a volte si va tutti insieme, poi arriva il momento che uno fa il suo assolo. Ed è avvenuto che ogni attore ha seguito uno schema molto forte, ben preciso, e poi ognuno ha trovato il suo suono, la sua costruzione. E mi piaceva l’idea di raccontare delle storie più o meno naturali, e volevo che lo straordinario fosse quello che fanno: ovvero mettersi in discussione e andare controcorrente.
Rocco Papaleo

C'è l'amore viscerale e ironico per una terra, c'è uno sguardo picaresco e partecipe sulla natura e sul paesaggio, e soprattutto c'è un'idea di cinema volutamente tirata via, marginale ma enormemente vitale. “Basilicata Coast to Coast” è ben recitato, ben girato e pieno di magnifiche musiche scritte dalla grande pianista jazz Rita. E' un film struggente, randagio, emozionante. Non vergognatevi di prenderlo anche come una guida turistica.
Alberto Crespi, l’Unità

Regista altruista (una novità), Papaleo si mette da parte a favore dei suoi attori, da Alessandro Gassman (molto divertente), al contrabassista muto per scelta, Max Gazzè (al primo film), dall'eterno subordinato Paolo Briguglia, alla giornalista Giovanna Mezzogiorno. Inno al pane e frittata di mamma, ai paesaggi lucani e all'amicizia. Che ci conquista per la dolcezza del menestrello Papaleo.
Francesco Alò, Il Messaggero

Nastro d’argento a Rocco Papaleo come miglior regista esordiente e a Rita Marcotulli per la miglior colonna sonora.
David di Donatello per miglior regista esordiente, musicista e canzone originale.

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L'industriale
L'industriale
L'industriale
L‘INDUSTRIALE
DER UNTERNEHMER


Der vierzigjährige Nicola ist Fabrikbesitzer in Turin. Die Wirtschaftskrise, die Italien in eisernem Griff hat, erfasst auch sein Unternehmen. Von Schulden und den Forderungen der Banken in die Enge getrieben, steht Nicola kurz vor der Pleite. Nur eine grössere Bürgschaft seiner Frau Laura und deren Mutter könnte ihn noch retten. Doch muss er feststellen, dass Laura sich von ihm zu entfremden scheint und eigene Wege geht. Um sich aus der aussichtslosen Lage zu befreien, greift Nicola zu immer skrupelloseren Methoden, während die von Entlassung bedrohten Arbeiter lautstark protestieren.

Giuliano Montaldo, einer der Altmeister des politisch engagierten Films („Sacco und Vanzetti“), zeigt auf beeindruckende Weise, wie die ökonomische Krise alle Bereiche des menschlichen Lebens verändert. Ein scharfsichtiger Film über die heutige Zeit.

In „L’industriale“ wollte ich den schwierigen Moment, den wir heute durchleben, aus der Perspektive eines hartnäckigen Mannes darstellen, der die Fabrik seines Vaters übernommen hat. Die Wirtschaftskrise, deren Opfer und ohnmächtige Beobachter wir sind und von der wir jeden Tag in gross aufgemachten Zeitungsschlagzeilen lesen, bildet den Hintergrund. Ich weiss nicht, wer eigentlich diesen gigantischen Scheiterhaufen entzündet hat, auf dem das Geld der arbeitenden Menschen verbrannt wird. Aber etwas hat mich besonders erschüttert: All diese vergeudeten Leben von Menschen, die in den Boomjahren mit vielen Opfern eine kleine Firma aufbauten. Als sie dann sahen, wie ihre Firmen pleitegingen, nahmen sie sich das Leben, weil sie diese Schmach nicht ertrugen. Ich wünsche mir, dass der Film zum Nachdenken anregt, dass nach der Vorführung darüber diskutiert wird. Gelingt dies, dann hat der Film einen Sinn.
Giuliano Montaldo

Giuliano Montaldo ist ein echter Kämpfer des Kinos. In „L’industriale“ sehen wir den wie immer herausragenden Pierfrancesco Favino in der Rolle eines Unternehmers, dessen Familienbetrieb mit der aktuellen Situation nicht mehr Schritt halten kann. So verwandelt sich der Protagonist, eigentlich ein nüchterner Geschäftsmann mittleren Alters, in einen obsessiv Getriebenen. Bemerkenswert sind die Sorgfalt und die Eleganz des Films, zu der die Kameraarbeit von Arnaldo Catinari einen entscheidenden Beitrag leistet.
Paolo D‘Agostini, La Repubblica

Zu den zahlreichen Qualitäten von „L’industriale“ gehört der wache Blick auf die aktuelle Krise, auf die bankrotten Fabriken und die Arbeitslosigkeit. Dabei richtet sich das Augenmerk auf die Figur auf der anderen Seite der Barrikade, auf den Fabrikbesitzer, und legt die Verantwortung der Führungsetagen bloss, die zumindest die Schuld daran tragen, nicht bemerkt zu haben, dass sie auf einen Abgrund zusteuerten. Das ist der politische Anspruch des von Montaldo und Purgatori geschriebenen Drehbuchs. Gleichzeitig werden dank der von Kameramann Arnaldo Catinari entfärbten Stadt Turin weitere faszinierende Dimensionen sichtbar; die Geschichte ist auch ein Familiendrama.
Alessandra Levantesi, La Stampa

Giuliano Montaldo, 1930 in Genua geboren, arbeitet zunächst als Schauspieler, u.a. in Filmen von Carlo Lizzani und Valerio Zurlini. Danach ist er Regieassistent bei Gillo Pontecorvo und Elio Petri. Sein Regiedebüt folgt 1961 mit „Tiro al piccione“. Er dreht zahlreiche Produktionen fürs Fernsehen, Kinospielfilme, Dokumentarfilme und schreibt Drehbücher. Ab 1999 ist Giuliano Montaldo für fünf Jahre Präsident von Rai Cinema.

Spielfilme: Tiro al piccione (1961), Una bella grinta (1965), Ad ogni costo (1967), Gott mit uns (1969), Gli intoccabili (1969), Sacco e Vanzetti (1971), Giordano Bruno (1973), L’Agnese va a morire (1976), Il giocattolo (1979), Il giorno prima (1987), Gli occhiali d’oro (1987), Tempo di uccidere (1989), I demoni di San Pietroburgo (2008), L’industriale (2012).

Regie: Giuliano Montaldo
Drehbuch: Andrea Purgatori, Giuliano Montaldo
Kamera: Arnaldo Catinari
Schnitt: Consuelo Catucci
Ausstattung: Francesco Frigeri
Musik: Andrea Morricone
Darsteller: Pierfrancesco Favino (Nicola), Carolina Crescentini (Laura), Eduard Gabia (Gabriel), Elena Di Cioccio (Marcella), Elisabetta Piccolomini (Beatrice)
Produktion: Angelo Barbagallo für Bibi Films
Italien 2012, 94 Minuten, deutsche Untertitel.

Preise an verschiedenen Filmfestivals und Auszeichnung „Bester Film“ bei den italienischen Golden Globes.

Torino. Il 40enne Nicola, proprietario di una fabbrica ereditata dal padre, è una delle vittime della grande crisi economica che soffoca l'Italia. Strangolato dai debiti e dalle banche, l'uomo è giunto sull'orlo del fallimento, ma il suo carattere orgoglioso e tenace lo spinge a risolvere i problemi senza troppi scrupoli, così come sono le finanziarie che lo vorrebbero sul lastrico. Nicola avverte che il dramma della crisi si sta estendendo anche in famiglia: Laura, sua moglie, è sempre più distante e lui si è accorto che la sta perdendo. Nicola ha più di un segreto e Laura non tarderà a smascherarlo.

Con “L’industriale” volevo raccontare un momento così difficile come quello che stiamo attraversando. Sullo sfondo c’è il disastro economico che stiamo vivendo, vicende di cui siamo vittime e spettatori impotenti. Non capisco chi sia il boia che accende il fuoco di questa pira in cui si brucia il denaro di chi lavora. Ma una cosa mi aveva particolarmente colpito, tra le altre. Quelle vite spezzate di tanti che negli anni del boom economico e dell’ottimismo avevano costruito con tantissimi sacrifici piccole aziende. E poi quando le hanno viste fallire, travolti dagli eventi, soffrendo l’umiliazione della sconfitta dopo tanti sacrifici, hanno finito per suicidarsi. E mi auguro che L’industriale possa essere un’occasione di riflessione.
Giuliano Montaldo

Fra i vari pregi, “L'industriale” possiede quello di guardare alla crisi attuale delle fabbriche in chiusura e della disoccupazione, puntando l'occhio sulla figura dall'altra parte della barricata, quella del 'padrone'. Nel mettere a nudo le responsabilità di una classe dirigente colpevole quanto meno di non aver capito di correre verso il baratro, il film scritto da Montaldo con Purgatori ha anche una valenza politica. Al tempo stesso, sullo sfondo di una Torino che, nella fotografia trascolorata di Arnaldo Catinari, emana affascinanti suggestioni, la storia si fa anche dramma familiare e l'industriale, molto ben incarnato da Pierfrancesco Favino fra ambiguità e chiaroscuri, assume un intrigante spessore umano.
Alessandra Levantesi, La Stampa

 

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Il_mio_domani
Il_mio_domani

IL MIO DOMANI
DIE ZUKUNFT LIEGT VOR MIR

Monica, um die 45, führt nach aussen hin ein normales und erfolgreiches Leben als Geschäftsfrau in Mailand. Schlagartig scheint ihr alles zu entgleiten: Zeitgleich mit dem Tod ihres wahnhaft religiösen Vaters zerbricht auch ihre Beziehung zu Vittorio Corradi, dem verheirateten Chef ihrer Firma, mit dem sie ein Verhältnis hat. Plötzlich sieht sich Monica gezwungen, alles in Frage zu stellen, was sie sich bisher aufgebaut hat. Auf der Suche nach ihrer Identität räumt sie mit der Vergangenheit auf.

Mit „Il mio domani“ wollte ich den Blick auf eine Frau im Mailand von heute richten. Eine Frau wie viele andere Frauen, die heute überall auf der Welt in Städten leben, eine Frau, in der sich viele von uns wiederfinden können. Zu Beginn der Geschichte scheint sie glücklich zu sein. Aber die Ereignisse wirbeln ihr instabiles Gleichgewicht im Privaten wie im Berufsleben durcheinander. Ihr familiäres Um­feld hindert sie daran, sich eine eigene weibliche Identität zu konstruieren. Die Erzählung funktioniert durch Auslassungen: ich wollte, dass die Bilder die Interpretation der vielfältigen Be­deutungs­ebenen, welche den Geschehnissen innewohnen, offen lassen, um den Zuschauer zu einer aktiven Beobachtung anzuregen. Das ist keine Frage des Stils; vielmehr wollte ich den Zuschauer und die Zuschauerin in die Lage versetzen, das auf der Leinwand dargestellte Leben intensiver verstehen zu können.
Marina Spada

In einem durchscheinenden, von der Vertikalen geprägten Mailand durchlebt die Managerin eines Betriebs - sie könnte die Tochter von Jeanne Moreau aus Michelangelo Antonionis „La notte“ sein - eine tiefe Krise, um dadurch die Neugierde auf ihre Beziehungen zur Realität wieder zu entdecken. Dabei spielt sie mit der Vaterfigur, dem Chef, dem Freund und dem Liebhaber. Marina Spadas Kino ist voll von Stille, leeren Räumen, Diskontinuität, Pausen, Plansequenzen. Es ist ein Film, der vom Zuschauer das eigene Bewusstsein einfordert.
Maurizio Porro, Corriere della Sera

Marina Spada stellt in „Il mio domani“ in den Mittelpunkt, was wir alle schon einmal erlebt haben: Die Schwierigkeit, einen Ausweg zu finden. Eine emotionale Notlage. Die Unfähigkeit, etwas zu finden, für das sich das Weitermachen lohnt. Die grösste Qualität des Films ist sein Zögern, sein ungewöhnlicher Rhythmus, die unkonventionelle Dramaturgie. Marina Spadas Inspirationsquelle ist Michelangelo Antonioni, aber auch ein Echo von Silvio Soldinis Filmen ist zu vernehmen.
Mitunter erlaubt sich die Regie den Luxus, die Wolken an Mailands Himmel zu beobachten, denn Stille oder ein Panorama erklären einen Gemütszustand oftmals besser als viele Worte. „Il mio domani“ arbeitet mit Auslassungen, Sprüngen, Andeutungen. Im Gegensatz zu jenen Filmen in denen erklärt, herausgeschrien wird, bewegt man sich hier andeutungsweise, man erzählt in Nuancen.
Gianni Canova, Il Fatto Quotidiano

Marina Spada, 1958 in Mailand geboren, macht ihren Abschluss bei Giorgio Strehler am Piccolo Teatro di Milano. Nach einem Studium der Musikgeschichte beginnt sie ihre Karriere beim Fernsehen. Neben zahlreichen Dokumentarfilmen, u.a. über den Künstler Arnaldo Pomodoro, und einigen Kurzfilmen, „Un giorno dopo l’altro“ (1989) und „L’Astice“ (1995), kommt 2006 mit „Come l’ombra“ ihr erster Spielfilm in die Kinos.
Spielfilme: Come l’ombra (2006), Il mio domani (2011).

Regie: Marina Spada
Drehbuch: Daniele Maggioni, Maria Grazia Perria, Marina Spada
Kamera: Sabina Bologna, Giorgio Carella
Schnitt: Carlotta Cristiani
Ausstattung: Alessio Baskakis
Musik: Paolo Fresu, Bebo Ferra
Darsteller: Claudia Gerini (Monica), Raffaele Pisu (Vater), Claudia Coli (Simona), Paolo Pierobon (Vittorio), Lino Guanciale (Lorenzo), Enrico Bosco (Roberto)
Produktion: Francesco Pamphili für Film Kairos
Italien 2011, 88 Minuten, deutsche Untertitel.



Monica, una donna di 45 anni con una vita piuttosto normale ed equilibrata, alla morte del padre - un uomo ossessivamente religioso - che coinciderà anche con la fine della sua relazione con un uomo sposato, si troverà obbligata a mettere in discussione tutto quello che ha costruito fino ad oggi e a fare i conti con il suo passato per cercare la sua identità.

Mi interessava raccontare la vita di Monica, una donna apparentemente serena e realizzata nel momento in cui inizia la storia, ma gli accadimenti rimescolano il suo incerto equilibrio personale e professionale, faticosamente costruito. Il retaggio familiare è per lei un ostacolo alla costruzione della sua identità femminile. Monica non è in grado di accettare questa identità fino in fondo perché percepisce nell’essere donna una diminuzione di valore. La narrazione procede per sottrazione, ho voluto che le immagini lasciassero aperta la lettura dei piani molteplici di significato insiti negli accadimenti, stimolando lo spettatore ad una osservazione non inerte. Lo spazio della messa in scena vuole essere anche spazio emotivo di rispecchiamento e ripensamento della realtà rappresentata. Non è una questione di stile: vorrei mettere lo spettatore nella condizione di cogliere in modo più intenso la vita rappresentata sullo schermo.
Marina Spada

In una traslucida Milano in verticale, figlia di quella di Michelangelo Antonioni in “La notte”, una manager aziendale vive una profonda crisi, per riscoprirsi curiosa nei rapporti con la realtà. Mette in gioco la figura paterna, il capo, l’amico amante. Quello di Marina Spada è cinema di silenzi, spazi, intermittenze, pause, piani sequenza. Vero cinema che chiede un esborso di coscienza.
Maurizio Porro, Corriere della Sera

Il suo maggior pregio è l’esitazione con cui procede, il ritmo inusuale, una drammaturgia anticonvenzionale. La regia si regala il lusso di osservare a lungo le nuvole grigie che ingombrano il cielo di Milano, perché un silenzio o un panorama possono spiegare meglio uno stato d’animo di tante parole. “Il mio domani” procede per ellissi, per sincopi, per allusioni. Rispetto al cinema in cui tutto è esplicitato, gridato, qui si va avanti per accenni, contano le sfumature.
Gianni Canova, Il Fatto Quotidiano

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Scialla
Scialla
Scialla
SCIALLA!
BLEIB LOCKER!

Luca ist 15, seinen Vater kennt er nicht. Er steckt voller Lebenslust und Energie, nur mit dem Lernen hat er es nicht so. Also sind Nachhilfestunden nötig. Die gibt Bruno Beltrami, ein ehemaliger Lehrer, der den Schuldienst an den Nagel gehängt hat und sich als Ghostwriter für Biografien von Fussballern und Fernsehstars über Wasser hält. Brunos ereignisloses Leben wird durcheinandergewirbelt, als er herausfindet, dass Luca sein Sohn ist. Mehr noch: wegen eines Auslandsaufenthalts von Lucas Mutter muss der Junge für sechs Monate bei ihm einziehen. Jede Menge Konflikte sind vorprogrammiert, zumal Luca ein Talent hat, sich bei wilden Moped-Touren durch Rom immer wieder in Schwierigkeiten zu bringen. Und so lernt Bruno unfreiwillig ganz neue Seiten der italienischen Hauptstadt kennen.
Eine temporeiche Komödie über zwei völlig unterschiedliche Charaktere, die sich zusammenraufen müssen, glänzend verkörpert vom populären Altstar Fabrizio Bentivoglio und dem jungen Nachwuchstalent Filippo Scicchitano. „Scialla!“ wurde beim Festival von Venedig und bei den italienischen Filmpreisen David di Donatello als bester Nachwuchsfilm ausgezeichnet.

In der Umgangssprache der Jugendlichen in Rom bedeutet „scialla!” so viel wie „bleib locker”, „entspann dich”, vergleichbar mit dem amerikanischen „take it easy”. Einige sind der Ansicht, der Ausdruck käme vom arabischen „Inschallah”. Für mich hat der Ausdruck mehrere Bedeutungen. Mir gefällt, dass er zur Gelassenheit mahnt und an einen ruhigen Lebensstil appelliert. Ausserdem enthält er für mich auch eine ganz eigene Art von Poesie. Es ist genau das richtige Wort, um meinen Film zu definieren: eine Scialla-Komödie!
Francesco Bruni

Francesco Bruni ist seit langem als Drehbuchautor tätig, dies für Filme von Virzì bis Calopresti. Für sein Regiedebüt wählte er die Komödie. Die Geschichte dreht sich um einen Heranwachsenden, dem Schauspieler Filippo Scicchitano, eine echte Entdeckung, Glaubwürdigkeit und den richtigen Tonfall verleiht. Doch der Regisseur setzt Bruno in den Mittelpunkt, den ausgebrannten Lehrer, der von Fabrizio Bentivoglio mit seltener Feinfühligkeit verkörpert wird. Er ist es, der uns von Luca erzählt. Zwei Figuren, die zwei Generationen repräsentieren, Vater und Sohn, sowie ihre unterschiedlichen Auffassungen vom Leben, der Realität und davon, was es bedeutet, ein Mann zu sein. Die Geschichte ist fliessend und leicht, wie das Moped des Jungen auf seinen atemberaubenden Touren durch die Stadt Rom. Und Regisseur Bruni macht sich einen Spass daraus, uns ihre Eigenarten und Bewohner zu zeigen. Niemals aber verliert der Film seine Kerngeschichte aus den Augen. Der Junge und der Lehrer und die unendlichen Nuancen dieser Begegnung: Eine hauchdünne Fröhlichkeit, leicht und schamlos.
Cristina Piccino, Il Manifesto

Eine sympathische Komödie, die nach einem geglückten Einstieg eine überzeugende Balance zwischen Posse, Film noir und Jugenddrama, zwischen Bildungsroman und satirischer Komödie findet. Dabei wechselt der Film vom quasi realistischen Tonfall, in dem er vom jugendlichen Leben erzählt, zur bewussten Groteske über den Gangster, der seine Marionetten zwingt, sich Filme von Truffaut anzuschauen, und der seinem ehemaligen Lehrer nachtrauert, der ihm Pasolini beigebracht hat. Und dieses Spiel hält dank der ausgezeichneten Besetzung bis zum Filmende an.
Paolo Mereghetti, Corriere della Sera

Francesco Bruni, 1961 in Rom geboren, etabliert sich in den Neunzigerjahren als einer der erfolgreichsten Drehbuchautoren des italienischen Kinos. Insbesondere mit den Regisseuren Paolo Virzì und Mimmo Calopresti verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit. Weiterhin ist er an Fernsehproduktionen, u.a. an der Serie „Il commissario Montalbano“, beteiligt und unterrichtet am Centro Sperimentale di Cinematografia in Rom das Fach Drehbuch. Mit „Scialla!“ legt er sein Regiedebüt vor.
Spielfilme: Scialla! (2011).

Buch und Regie: Francesco Bruni
Kamera: Arnaldo Catinari
Schnitt: Marco Spoletini
Ausstattung: Roberto De Angelis
Musik: Amir Issaa
Darsteller: Fabrizio Bentivoglio (Bruno), Barbora Bobulova (Tina), Filippo Scicchitano (Luca), Vinicio Marchioni (Poeta), Raffaella Lebboroni (Di Biagio), Giuseppe Guarino (Carmelo), Prince Manujibeya, Arianna Scommegna
Produktion: Beppe Caschetto für IBC Movie
Italien 2011, 95 Minuten, deutsche Untertitel.

Luca, quindicenne romano irrequieto, è cresciuto senza un padre ed è inconsciamente alla ricerca di una guida. Bruno è un professore senza figli, che ha lasciato l'insegnamento per rifugiarsi nell'apatia delle lezioni private e nella scrittura su commissione di libri di altri o biografie di calciatori e personaggi della televisione. Luca è allievo di Bruno. Poi, un giorno, Bruno scopre che Luca è suo figlio. I due si trovano così costretti a una convivenza forzata che spinge Bruno a cercare di capire come rapportarsi con un adolescente insofferente alle regole e allo studio, ma pieno di vita.

Nel gergo dei giovani di Roma “Scialla!” significa “Stai calmo”, “Rilassati”, più o meno come il “Take it easy” americano. Secondo alcuni è derivato dall’arabo “Inshallah”. Mi piace l’invito alla calma, al quieto vivere che contiene, e la considero anche una sorta di manifesto poetico. Mi sembra la parola giusta per definire il mio film, che è una commedia “scialla!”, in cui descrivo l’incontro fra Bruno, 55 anni, un po’ misantropo, che vive ormai in riserva, e Luca, 15 anni, scapestrato, vitale, simpaticissimo, con la tendenza a mettersi nei guai. E la storia è nata, in parte, dal desiderio di rivalutare la figura dei padri che, mi pare, ultimamente figurano in ribasso, ed io essendo un babbo volevo difendere la categoria. Un altro elemento centrale è il ruolo della scuola e della cultura, in genere, in questo paese, l’Italia, che mi pare carente e sofferente. Eppure la scuola è la base della società democratica, un punto di contatto fra classi sociali ed etnie, un grande laboratorio di convivenza, di crescita personale e civile.
Francesco Bruni

L’opera d’esordio dello sceneggiatore Francesco Bruni (storico il suo sodalizio con Paolo Virzì) è una commedia simpatica, che sfrutta una bella trovata iniziale e procede in equilibrio tra farsa, noir e dramma giovanilista, tra 'romanzo di formazione' e 'commedia satirica', passando dal tono (quasi) realistico con cui racconta la condizione giovanile, a quelli volutamente grotteschi del gangster che costringe le sue pupe a vedere i film di Truffaut e rimpiange il prof che gli insegnava Pasolini; e il gioco regge fino alla fine, grazie ad un ottimo cast, dal giovane Filippo Scicchitano, perfetto nel restituire le intemperanze dei quindicenni, a un sempre bravo Fabrizio Bentivoglio e ad una Barbora Bobulova, che sfrutta al meglio le sue corde leggere.
Paolo Mereghetti, Corriere della Sera

Francesco Bruni sceneggiatore di molto cinema italiano, da Virzì a Calopresti, per il suo esordio da regista punta sulla commedia, ma se il suo protagonista è un ragazzino, a cui Filippo Scicchitano, vera scoperta, sa trovare i toni giusti di verità, lo sguardo del regista, però, è piuttosto quello di Bruno, il professore disarmato, che Fabrizio Bentivoglio calibra con rara bravura. È lui a 'raccontarci' il ragazzo e i suoi coetanei, pure se non c'è io narrante dichiarato. E questo permette a Bruni di osservare le cose da una doppia angolazione, senza pretese di spiegare, con l'ammissione di inadeguatezza e quel tanto di giusta critica verso chi pontifica sui 'giovani', tipo i professori del ragazzo, salvo poi non sforzarsi nemmeno un po' a cercare un rapporto di reciprocità. La scelta di regia è di mettere in scena un confronto a due che è tra generazioni, tra padre e figlio, tra diverse visioni della vita, della realtà, del maschile. Lo spazio di questo confronto è la parola, ma il flusso della storia corre libero, come il motorino del ragazzino nei suoi giri furibondi per la città, Roma, e Bruni si diverte a punteggiarla di tipologie, dall'ex-allievo spacciatore in stile serie tv del professore che invita le ragazze per guardare 'Fuori orario', alla coppia dei baristi impiccioni, senza perdere di vista la scommessa iniziale, il ragazzo e il professore e le infinite sfumature che appaiono in questo incontro: una allegria impalpabile, lieve e spudorata.
Cristina Piccino, Il Manifesto

David di Donatello a Francesco Bruni come miglior regista esordiente.

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Tutti_i_santi_giorni
Tutti_i_santi_giorni
Tutti_i_santi_giorni

TUTTI I SANTI GIORNI
TAGEIN TAGAUS

Guido ist ein netter Kerl. Er arbeitet als Nachtportier in einem Hotel und liebt antike Sprachen und frühchristliche Geschichte über alles. Über beide Ohren verliebt ist er in seine musikalische Freundin Antonia, eine Angestellte in einem Autoverleih, die für ihn das gleiche empfindet. Etwas unbeholfen, aber ausgestattet mit starken Gefühlen wünschen sich die beiden ein Kind. Aber wie vereinbart man das alles mit einem Alltag, in dem man scheinbar zu nichts kommt? Die Zeit vergeht und das heiss ersehnte Kind will nicht kommen, obwohl die beiden es mit allen Mitteln und unter Zuhilfenahme berühmter Spezialisten und hochmodern ausgestatteter Gynäkologen versuchen. Sowohl bei der künstlichen Befruchtung als auch im normalen Alltagsleben, hilft ihnen ihre unverwüstliche Liebe. Und sollten sie bei alledem einmal stolpern, so stehen sie gleich wieder auf.

Guido und Antonia mögen, jede Person für sich genommen, zerbrechlich und nicht besonders anpassungsfähig erscheinen. Aber zusammen sind sie ein ebenso starkes wie ungewöhnliches Gespann, das der eisigen Härte der Welt trotzt. Nur der Nachwuchs, den beide sich wünschen, bleibt aus unerfindlichen Gründen aus. Der Film erzählt von der Hoffnung des jungen Paares, endlich Eltern zu werden, und davon, wie ihre Liebe von den dabei auftauchenden Schwierigkeiten auf eine harte Probe gestellt wird. Die Handlung beruht auf realen Fakten, aber wir versuchten in erster Linie, in anmutiger und schlichter Weise eine Geschichte zu erzählen. Ein modernes Märchen, angesiedelt zwischen den Ãngsten und Unsicherheiten unserer Gegenwart, das gleichermassen humorvoll wie zärtlich daherkommt. Eine romantische Komödie, eine wahrhaftige und berührende Liebesgeschichte.
Paolo Virzì

Eine grossartige kleine Komödie (klein nur wegen ihres Budgets und weil sie ohne bombastische Namen auskommt), die den Zuschauer in die Vororte von Rom entführt. Geschrieben wurde sie von Paolo Virzì und Simone Lenzi, dem Autor des Romans „La generazione“ (Die Generation), auf dem der Film basiert. Ebenfalls beteiligt am Drehbuch ist Francesco Bruni, der mit dem äusserst gelungenen „Scialla!“ kürzlich sein Regiedebüt gab. Die Handlung von „Tutti i santi giorni“ stellt verschiedene Figuren der heutigen Zeit in den Mittelpunkt. Sie müssen mit realen Problemen fertig werden, die für Gefühle und Beziehungen eine Bewährungsprobe sind.
Mit seinem frischen und inspirierten Drehbuch setzt der Film zwei talentierte Personen in Szene, die einen sofort sympathisch sind. Durch das Zusammenspiel zweier völlig unterschiedlicher Menschen wird die Beziehung der beiden, mehr noch als die Geschichte über den Kinderwunsch eines jungen Paars, zum wahren Motor des Films. Genauso wie „Scialla!“ ist auch „Tutti i santi giorni“ ein für das italienische Filmschaffen notwendiger Schritt von einem auf Schauspielern basierenden Film hin zu einer gesellschaftsorientierten und gefühlsstarken Komödie.
Marco Giusti, Il Manifesto

Und läge das wahre Geheimnis zum Überwinden aller Schwierigkeiten des Lebens in der klassischen Kultur? Und hälfen uns die Bücher, die wirklich guten Bücher, im Alltag am meisten? Es mag ein Zufall sein, aber die gelungensten Filmfiguren von Paolo Virzì haben alle einen Literaturtick: so wie Guido in „Tutti i santi giorni“, der immer und überall ein Buch zur Hand hat und seine Geliebte Antonia mit klassischer Kultur weckt. Morgens, wenn er nach Hause kommt und sie aufsteht, haben die beiden kaum genug Zeit, zusammen Kaffee zu trinken. Zeit für Zärtlichkeit und Liebe bleibt keine, sonst käme Antonia zu spät zur Arbeit. In „Tutti i santi giorni“ schlägt Virzì einen leichten und vergnüglichen Ton an und erzählt mit ansteckender Heiterkeit von den alltäglichen Hürden und vor allem vom unerfüllten Kinderwunsch des Paares. Mit erstaunlicher Leichtigkeit versteht es der Regisseur aus Livorno, vom Lachen zum Weinen, von der sozialen Anmerkung zum poetischen Bruch zu wechseln. Und auch in diesem Fall gibt es wieder Grund zum Lachen und auch etwas fürs Herz. Anstatt der reinen Logik der Handlung zu folgen, wählen Virzì und Francesco Bruni dabei einen freieren, eher spielerischen Ansatz, durch den „Tutti i santi giorni“ jede Menge Positivismus und Durchhaltewillen auf die Leinwand bringt. Nicht zuletzt auch durch seine wirklich überzeugenden Schauspieler Luca Marinelli und Thony.
Paolo Mereghetti, Corriere della Sera

Regie: Paolo Virzì
Drehbuch: Francesco Bruni, Simone Lenzi, Paolo Virzì, nach einem Roman von Simone Lenzi
Kamera: Vladan Radovic
Schnitt: Cecilia Zanuso
Ausstattung: Alessandra Mura
Musik: Thony (Federica Victoria Johanna Caiozzo)
Darsteller: Luca Marinelli (Guido), Thony (Antonia), Micol Azzurro (Patrizia), Claudio Palitto (Marcello), Stefania Felicioli (Gynäkologin), Franco Gargia (Professor), Giovanni Laparola, Mimma Pirrà, Benedetta Barzini, Fabio Gismondi
Produktion: Elisabetta Olmi für Motorino Amaranto, RAI Cinema
Italien 2012, 102 Minuten, deutsche Untertitel.

Guido è una persona gentile. Dotto, appassionato di lingue antiche e storia protocristiana, è portiere d'albergo e compagno innamorato di Antonia che, impiegata in un autonoleggio, col talento per la musica, lo ricambia col medesimo trasporto. Precari nella vita ma saldi nei sentimenti, Antonia e Guido vorrebbero avere un figlio, ma come far conciliare le giornate scandite da orari al contrario? Passa il tempo, e a non arrivare mai è il loro bambino, desiderato e cercato con ostinazione e pianificazione tra professori di fama e ginecologhe progressiste. Assistiti, nella fecondazione artificiale e nel quotidiano, dal loro inalienabile amore, Antonia e Guido si perderanno, per ripartire poi un'altra volta.

Guido e Antonia, ciascuno per conto suo, potrebbero anche sembrare fragili e disadattati, ma insieme danno vita ad un incastro potente e inconsueto, nel gelo e nella ferocia del mondo intorno. E il film è la cronaca della speranza di questa giovane coppia di diventare genitori, e di come questo loro amore sia messo a dura prova dagli ostacoli incontrati. Abbiamo cercato di raccontare con grazia e semplicità una moderna fiaba ambientata nelle paure e nelle inquietudini di questa nostra contemporaneità, che procede in equilibrio tra tenerezza e umorismo. Una commedia romantica. Un'autentica e toccante storia d'amore.
Paolo Virzì

Una piccola, grande commedia. L'incontro dei due caratteri completamente diversi e il loro rapporto sentimentale sono il vero motore del film, più della storia, che s’impernia sul desiderio della giovane coppia di un figlio, e “Tutti i santi giorni”, oltre a essere un bel film di attori, è un altro passo in avanti, sofferto e serio, esattamente come Scialla, verso una commedia civile e sentimentale della quale il cinema italiano ha assoluto bisogno.
Marco Giusti, Il Manifesto

E se fosse la cultura classica il vero segreto per superare le difficoltà della vita? Se per vivere, i libri, i buoni libri, aiutassero più di tutto? Sarà un caso ma i personaggi più riusciti di Virzì hanno tutti il pallino della lettura, come il Guido di “Tutti i santi giorni”, che i libri li legge ovunque, e con la cultura classica sveglia Antonia, con cui ha giusto il tempo di condividere il caffè mattutino: lui rientra, lei si sveglia, magari si fa l'amore ma poi si rischia di far tardi al lavoro. In “Tutti i santi giorni” Virzì sceglie da subito un tono più leggero e divertito, gli ostacoli che Guido e Antonia devono affrontare, prima di tutti il mancato concepimento di un bambino, vengono raccontati con una leggerezza coinvolgente e contagiosa. Intendiamoci: non è certo da oggi che il regista livornese sa passare con sorprendente fluidità dalla risata alla lacrima, dalla notazione sociologica allo squarcio poetico. E anche qui c'è materia per sorridere e per un po' di commozione. E invece di seguire solo la logica del racconto, Virzì e Francesco Bruni scelgono un approccio più libero e favolistico, dove il senso di positività, di voglia di farcela, che trasmette “Tutti i santi giorni” passa sullo schermo anche attraverso la prova davvero convincente dei due protagonisti, Luca Marinelli e Thony.
Paolo Mereghetti, Corriere della Sera

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